Meinungen

Hier finden sich Kommentare und Meinungen* von Lesern.

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*Meinungen sind vielfältig wie blühende Blumenwiesen. Das ist einfach so.

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zum Mecklenburg-Tagebuch: 24. Januar 2019

aus Rosenheim: Frau Merkel kann sonst was von Feminismus reden oder auch nicht. Es weiß ja sowieso niemand richtig was das sein soll. Jedenfalls gebe ich ihr persönlich die Schuld dafür das ich selbst als einheimische Frau so unfrei geworden bin. Früher konnte ich in der Nacht nicht überall hingehen, aber seit die vielen Männer über die Grenze nach Deutschland gekommen sind, kann ich das am Tag auch nicht mehr richtig. Ich fühle mich bedroht und wenn ich die Zeitungen lese, dann merke ich, dass wir Frauen hier wirklich auch bedrohter sind als früher. Sie hat einfach so allein als Dikator die Grenzen für die Flüchtlinge aufgemacht. Und das waren ja mindestens 800 000 Männer. Und die meisten Araber. Und gar keine richtigen Flüchtlinge. Bei denen gehen die Frauen hinter den Männern her, hier bei mir daheim auf offener Straße. Und die Männer schauen mich an, ganz bedrohlich, weil ich kein Kopftuch trage oder wegen meinem Hund. Wenn ich könnte, dann würde ich ihr eine Ohrfeige geben, der Frau Merkel. Damit sie weiß, was sie da für einen dummen Fehler gemacht hat. Für alle Frauen bei uns und nicht nur für mich. Wenn das der Kohl gewesen wäre, der Mann, dann könnte ich das ja verstehen, der hätte halt einfach kein Gefühl dafür gehabt. Aber Frau Merkel ist ja eigentlich eine Frau, die muss sich doch mit sowas auskennen. Ihre Marianne Brunner (55 Jahre)*

 

* Frau Brunner erwähnte in ihrer E-Mail ergänzend, dass sie vielfach versucht hat ihre Meinung im Internet zu veröffentlichen, dass es aber nie geklappt hätte. Bei tagesschau.de hat sie nur rote Balken bekommen, bei der SZ wurde nicht mal geantwortet, auch ihre Leserbriefe seien nicht veröffentlicht worden und überhaupt würde ihr nur der Nachbar von der AfD zuhören. Alle anderen sagen, sie hätte Hirngespinste. Sie will aber CSU-Wählerin bleiben und sie will, dass man irgendwo ihre Meinung zu Merkel lesen kann. Das reicht ihr dann aber auch. Sie möchte mit niemand diskutieren, sondern einfach nur sagen / schreiben können, wie es ihr seit 2015 geht: nämlich schlechter als vorher. Sie würde sich eigentlich überhaupt nicht für Mecklenburg interessieren, aber das mit den Robben findet sie gut. Sie hoffe sehr, dass ich ihre Meinung veröffentlichen würde.

 

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meine Antwort per E-Mail: Liebe Frau Brunner, ich habe auch einen Hund und trage kein Kopftuch und es gibt Straßen in Berlin-Kreuzberg und -Neukölln, in denen ich das Gefühl, das sie beschreiben, auch kenne. Wenn ich dann aber zum Beispiel in einer Bäckerei Sesamringe kaufe, sind alle normal freundlich mit mir. Manchmal sogar sehr freundlich, freundlicher als in Berlin-Köpenick, zum Beispiel. Trotzdem: mit dieser unkontrollierten Einreiseerlaubnis haben Merkel und ihre BeraterInnen natürlich einen Fehler gemacht. Einen wahnsinnig dummen Fehler. Und im öffentliche Raum baden das nun die Frauen mehr aus als die Männer - da stimme ich Ihnen vorbehaltlos zu. 

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 24. Januar 2019

aus Schwerin: Zu Beginn ihrer Karriere hat Merkel mal gesagt: "Jeder kämpft für sich allein". Und so ist es doch auch sowohl für die Individuen als auch für die Sozietäten. Natürlich kämpfen die ehemaligen Sozialisten für sich und nicht für andere. Das Wort Sozialismus ist irreführend.

meine Antwort per E-Mail: Über den Sozialismus stand eigentlich gar nichts in Merkels Interview. Aber den Alleinkämpfersatz (der auch nichts mit dem Interview als solches, aber natürlich mit der Person Merkel zu tun hat) kenne ich auch. Der wurde dann irgendwie den Tisch runtergekehrt. Sie hat das bei einer Rede gesagt - ich weiß aber natürlich nicht mehr, bei welcher.

aus Schwerin: Und sie kommt aus einem evangelisch geprägten Haushalt. Der Vater war Pfarrer.

 

Drei Stunden später erneut aus Schwerin: Am Ende des Interviews sagt Merkel ja auch, dass sie zum Glück wegen der umgekehrten Konstellation (Frau Kanzlerin, Mann Kanzlergatte) keine caritativen Dinge machen müsste, sie und ihr Mann.

meine Antwort per E-Mail: Ja (...). Kann man nicht verurteilen. Kann ich sogar, wie vieles von ihr, nachvollziehen. Hätte ich verpflichtend auch keine Lust drauf. Die beiden könnten ja zu Robbenschützern werden, als Pensionäre.

aus Schwerin: Haha!

meine Antwort per E-Mail: Das war gar kein Scherz...ist ja nicht caritativ, das Robbenschützen. Und schließlich hat sie ja ihr Wahlkreisbüro in Stralsund.

aus Schwerin: Lustig ist es trotzdem! Haha!

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 24. Januar 2019

aus Köpenick: Ohne Gregor Gysi wäre hier die AfD noch viel stärker!

meine Antwort per E-Mail: Oder die SPD, oder die GRÜNEN, oder die CDU. Das weiß man nicht.

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 15. Januar 2019

aus Konstanz am Bodensee: Von wann sind diese Fotos der Türen mit den historischen Farben aus der DDR? Kann man die kaufen?

meine Antwort per E-Mail: Die Fotos im Blog sind immer relativ aktuell. Die Fotos der Türen in Schwerin sind von Dezember 2018 und Januar 2019. Zu welchem Zweck möchten Sie die Fotos denn kaufen? Für einen guten Zweck verschenke ich sie auch, oder Sie spenden eine kleine Summe für die Kunst?

aus Konstanz am Bodensee: Ich möchte nicht die Fotos sondern die Türen kaufen.

meine Antwort per E-Mail: Oh! Verzeihung! Wie peinlich! Die Türen! Da müssten Sie sich wohl an die jeweiligen Eigentümer der jeweiligen Gebäude wenden. Ich kann Ihnen die Adressen, wo die Türen sich befinden, aber gerne zukommen lassen, soweit ich mich daran erinnere. Dass alle Farben oder Farbschichten noch aus der DDR sind, das kann ich Ihnen aber natürlich nicht sicher sagen - es ist einfach mein Eindruck und mit Farben kenne ich mich ganz gut aus.

aus Konstanz am Bodensee: Vielen Dank! Dann rufe ich Sie an!

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 12. Januar 2019

aus Rostock: Auf der Fotografie mit dem Hund haben Sie eine Tüte in der Jackentasche. War die zum Strandmüll sammeln? In Rostock sammeln wir jetzt immer den Müll vom Strand.

meine Antwort per E-Mail: Oh! Nein, das war eine Stofftasche, die ich für Steine und Muscheln mit hatte. Sie haben aber völlig recht - man sollte immer Mülltüten mithaben und dann am Strand aufsammeln, was eben geht, bzw. was man tragen kann oder möchte. Es lohnt sich einfach nicht, nur auf die Weltpolitik zu warten oder nur zu hoffen, dass die Gemeinden den Plastikmüll an den deutschen Küsten regelmäßig fachgerecht entsorgen. Besser ist es wirklich, man macht einfach selbst mit! Ab jetzt denke ich an Mülltüten, wenn ich Gewässer besuche. Vielen Dank für den Hinweis! Wahrscheinlich werde ich nie alles komplett aufsammeln, aber selbst wenn ich nur einen Sixpackring mitnehme, hilft das ja. Ihnen nochmals Danke für die Nachfrage und herzliche Grüße nach Rostock!

aus Rostock: Können Sie nicht einfach mal einen Blogbeitrag schreiben, bei dem Sie zum Müllsammeln am Strand aufrufen?

meine Antwort per E-Mail: Einen Aufruf mache ich in dem Fall nicht. Aber ich werde einfach mitteilen, dass ich ab jetzt Müll am Strand sammeln werde. Dann kommen einige Leser vielleicht auch auf die Idee, das ebenfalls zu tun. Zwanglos und nicht so bevormundend, wie das bei Öko-Aufrufen ja so oft der Fall ist: zehn Menschen (meist neun davon sind männlich...) sitzen an den Laptops und 100 (meist 80 davon sind weiblich...) sollen was für die Umwelt tun. Bei mir sitzt einfach keiner professionell am Laptop, das finde ich besser. Mein Motto in diesem Fall: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es:)

aus Rostock: Auch gut. Ich bin übrigens weiblich:)))

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 25. Oktober 2018

aus Schwerin: Es ist interessant zu lesen, dass es die Friedensbewegung immer noch gibt. Meine Eltern haben mitgemacht, aber sie sind beide schon verstorben. Vielleicht können Sie mir die Handynummer der beiden Männer geben? Die sind ja so alt wie meine Eltern. Irgendwie ging es da ja mehr ums Fremdgehen als um Frieden, hat meine Mutter immer gesagt. Sie fand das nicht gut und sie war viel wütender auf die Frauen als auf meinen Vater. Aber ich bin eigentlich wütender auf meinen Vater, weil der so falsch war. Und immer nur von Freundschaft und so und dann auch noch von Frieden geredet hat, wenn er dann zurückgekommen ist. Obwohl er privat einen Krieg geführt hat, mit seinem Sex.

Auszug aus meiner Antwort per E-Mail (...) Wir haben keine Kontaktdaten ausgetauscht. Ich habe auch keine Meinung zur Friedensbewegung in der DDR in Kombination mit Betrug in der Partnerschaft -- das ist eigentlich eine andere Kiste, glaube ich. Fremdgehen gibt es ja überall wo Menschen leben - das hat nicht nur Ihren Vater, Ihre Mutter und die anderen Mitglieder der Bewegung betroffen. Wahrscheinlich ist das jetzt aber kein Trost und keine Hilfe für Sie, halt einfach eine Info von mir.

aus Schwerin: Wenn er in der Friedensbewegung nicht immer fremdgegangen wäre, dann hätte meine Mutter bestimmt länger gelebt. Sie ist ganz verbittert gestorben und ich weiß halt erst jetzt warum. Sie hat ihn geliebt und er sie nicht.

Auszug aus meiner Antwort per E-Mail (...) Das tut mit aufrichtig leid. Für Ihre verstorbene Mutter und für Sie heute im Leben natürlich auch. Wahrscheinlich ist es kompliziert für Sie, jetzt eine aufrichtige Partnerschaft mit einem Mann aufzubauen -- aber das ist, ehrlich gesagt, für viele Frauen kompliziert.

aus Schwerin: Ich will keinen Mann. Ich werde alleine leben, weil ich nicht so sterben will wie meine Mutter. Oder vielleicht mit einer Frau, also höchstens mit einer Frau.

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 18. September 2017

Zum Blogbeitrag Qual der Wahl trafen in 24 Stunden über 100 E-Mails bei mir ein. Viele meinten, mein Problem sei nachvollziehbar, aber die Tierschutzpartei sei nun auch nicht die Lösung. Besser wäre es dann, nicht wählen zu gehen oder den Wahlzettel ungültig zu machen. Einige meinten, Wahlentscheidungen sollten geheim gehalten bleiben, denn schließlich ist es ja eine geheime Wahl. Aus Rostock kamen drei E-Mails die meinten, man müsse unbedingt AfD wählen. Aus Bayern kam eine E-Mail, in der stand, dass die Tierschutzpartei verboten gehört (wurde aber nicht begründet). Aus Brandenburg kam die Meinung, dass jetzt nun mal Die Linke die beste Partei überhaupt sei und dass die DDR das beste Land der Welt war.  

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 17 September 2017

unbekannt: In Deutschland darf man den Hauskatzen doch keine lebenden Mäuse verfüttern! Aber die Idee ist gut.

Auszug aus meiner Antwort per E-Mail (...) "Verfüttern" ist nicht definiert. Ausserdem findet sich im Tierschutzgesetz dazu (private Katzenhaltung) nichts. In Zoos und Laboren müssen Mäuse vor dem Gebrauch (z.B. dem Verfüttern an Schlangen oder der Sezierung durch Studenten) vorher laut Tierschutzgesetz im Gas getötet werden. Das dauert eine Weile, sie wollen entkommen (springen dabei im Behälter und bluten aus der Nase) und sterben sichtbar qualvoll. Beim Biss einer Katze ist die Maus sofort tot.  

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 24. April 2017

aus Hamburg: Was schwimmt eigentlich da auf dem ersten Foto?

Auszug aus meiner Antwort per E-Mail (...) Mein Hund. Er schwimmt eigentlich nicht, sondern steht auf einer Sandbank in der Ostsee. Ausser ihm war an diesem Tag kein Hund im Wasser zu sehen. Es war der 23. Dezember 2016.

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 20. April 2017

aus (...) das Foto mit dem Wellblechzäunen sieht ja aus wie von in der Dritten Welt oder Kalkutta und Brasilien. Da sind doch keine Schrebergärten hinter. Das können Sie nicht behaupten, da wohnen doch Fidschis (...)

Auszug aus meiner Antwort per E-Mail (...) In Bützow an der Warnow gelegen. Im Garten hinter den Wellblechzäunen, in dem wir zufällig verhandelten, gab es ein Gartenhaus, einen Schuppen, ein Boot, Fahrräder, einen Weg, eine Wiese und blühende rote und gelbe Tulpen.

aus (...) Fidschis stecken auch Tulpen, das hab' ich selbst gesehen.

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 20. April 2017

aus Rostock: Kann man den Bestattungswald auch mit Rollstuhl befahren? Das wäre ein wichtiges Kriterium für die Wahl meiner Grabstätte.

Auszug aus meiner Antwort per E-Mail (...)  Soweit ich das beurteilen kann, wohl nicht zu allen Bäumen. Viele liegen aber auch an kleinen, vielleicht befahrbaren Wegen. Sie können das aber bestimmt dort telefonisch erfragen.

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 29. März 2017

aus Schwerin:  Den Tag mit dem Frosthub habe ich mit großem Interesse gelesen. Vielleicht sehen wir uns ja mal in Schwerin. Ich kenne mich auch mit Steinen aus.

Auszug aus meiner Antwort per E-Mail (...) Ganz herzlichen Dank für die netten Worte. Ich kenne mich aber nicht explizit mit Steinen aus. Nur ein bischen - und was ich nicht weiß, mich aber interessiert, lese ich nach und schreibe es dann in eigenen Worten in den Blog. Falls Sie in Zukunft Fehler oder Ungenauigkeiten zu geologischen Themen entdecken sollten, so würde ich mich freuen, passend korrigiert zu werden.

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 29. März 2017

unbekannt? Die Männer in orange sind doch die Straßenreinigung. Ist doch klar, dass die da vor der Kaufhalle mal frühstücken. Haben Sie nichts Besseres zu schreiben? Zum Beispiel von den vielen Flüchtlingen, die jetzt überall rumstehen. Aber dies Jahr gehe ich wählen!

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 28. März 2017

aus Rostock   Gut, dass Sie selbst ursprünglich nicht aus Mecklenburg sind. So bringen Sie einen scharfen und offenen Blick für die Verhältnisse im Land mit. Und dann haben Sie ja auch jemanden zur Seite, bei dem Sie sich informieren können. Ich lese gerne mehr und weiter. Ihr G.G. (92 Jahre)

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 26. März 2017

von der Küste   Sie sollten endlich selbst mal auf Hering gehen! Aber ich freue mich jeden Tag auf Ihre neuen Zeilen.

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 26. März 2017

aus Wismar  Den Mecklenburger Mann möchte ich sehen, der seine Fischbrötchen mit Möwen teilt. Den gibt es nicht! Und das Schild kenne ich auch! Das ist sehr sinnvoll, denn sonst werden die Möwen zu Piranhas!!!!!!

Auszug aus meiner Antwort per E-Mail   (...) Sie haben natürlich völlig recht. Nicht der Mann, sondern ich habe mein Fischbrötchen mit zwei Möwen (und dem Mann) geteilt. Ich habe das Schild zu spät gesehen, aber jetzt weiß ich Bescheid.

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 25. März 2017

aus dem Heim   Seit einem Unfall komme ich aus diesem Heim nicht mehr raus. Es freut mich so sehr, dass ich mitlesen kann, wie es in meiner alten Heimat aussieht und was sich dort alles tut und wie es Ihnen ergeht und was Sie wahrnehmen. Mein Zimmernachbar ist blind und wenn ich ihm aus Ihrem Blog vorlese, dann fühlen wir uns beide gut dabei. Vielleicht kommen Sie uns bei Gelegenheit besuchen, es wäre eine große Freude. Herzliche Grüße aus Rostock.

 

zu TEXTRAUM: 15. Januar 2017

Fotos?   Mehr Fotos aus Mecklenburg wären schön auf der Seite.

 

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*Wir erlauben uns bei Bedarf, Kommentare sinngerecht zu kürzen und die Rechtschreibung an ungefähr an die bestehenden Normen anzupassen.

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