Meinungen

Hier finden Sie Rezensionen, Kommentare und Meinungen* von Lesern.

 

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Alles wird gerne gelesen unter: ruth.thomsen@textraum-berlin.de

 

*Meinungen sind vielfältig wie blühende Blumenwiesen. Das ist einfach so.

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zum Mecklenburg-Tagebuch: 25. Oktober 2018

aus Schwerin: Es ist interessant zu lesen, dass die es die Friedensbewegung immer noch gibt. Meine Eltern haben mitgemacht, aber sie sind beide schon verstorben. Vielleicht können Sie mir die Handynummer der beiden Männer geben? Die sind ja so alt wie meine Eltern. Irgendwie ging es da ja mehr ums Fremdgehen als um Frieden, hat meine Mutter immer gesagt. Sie fand das nicht gut und sie war viel wütender auf die Frauen als auf meinen Vater. Aber ich bin eigentlich wütender auf meinen Vater, weil der so falsch war. Und immer nur von Freundschaft und so und dann auch noch von Frieden geredet hat, wenn er dann zurückgekommen ist. Obwohl er privat einen Krieg geführt hat, mit seinem Sex.

Auszug aus meiner Antwort per E-Mail (...) Wir haben keine Kontaktdaten ausgetauscht. Ich habe auch keine Meinung zur Friedensbewegung in der DDR in Kombination mit Betrug in der Partnerschaft -- das ist eigentlich eine andere Kiste, glaube ich. Fremdgehen gibt es ja überall wo Menschen leben - das hat nicht nur Ihren Vater, Ihre Mutter und die anderen Mitglieder der Bewegung betroffen. Wahrscheinlich ist das jetzt aber kein Trost und keine Hilfe für Sie, halt einfach eine Info von mir.

aus Schwerin: Wenn er in der Friedensbewegung nicht immer fremdgegangen wäre, dann hätte meine Mutter bestimmt länger gelebt. Sie ist ganz verbittert gestorben und ich weiß halt erst jetzt warum. Sie hat ihn geliebt und er sie nicht.

Auszug aus meiner Antwort per E-Mail (...) Das tut mit aufrichtig leid. Für Ihre verstorbene Mutter und für Sie heute im Leben natürlich auch. Wahrscheinlich ist es kompliziert für Sie, jetzt eine aufrichtige Partnerschaft mit einem Mann aufzubauen -- aber das ist, ehrlich gesagt, für viele Frauen kompliziert.

aus Schwerin: Ich will keinen Mann. Ich werde alleine leben, weil ich nicht so sterben will wie meine Mutter. Oder vielleicht mit einer Frau, also höchstens mit einer Frau.

 

 

zum Pionierpflanzenvortrag in Berlin-Adlershof am 18.08.2018

ein älterer Herr: Das ist ja völliger Quatsch, davon zu reden, ob Kunst von Männern oder Frauen gemacht ist. Kunst ist einfach Kunst. Kunst ist einfach Kunst!

meine Antwort: Kunst ist natürlich Kunst. Trotzdem ist es wichtig, wer sie erschaffen hat. Sowohl der Name des Künstlers als auch das Geschlecht.

der ältere Herr: Aber Kunst ist doch einfach Kunst!

meine Antwort: In meinem Vortrag bezweifle ich nicht, dass Kunst einfach Kunst ist. Ich sage ja nur, dass die erste menschliche Kunst in den Höhlen zu großen Teilen von Frauen gemacht wurde und diese Tatsache die heutigen Künstlerinnen ermutigen sollte, mit ihrer heutigen Kunst auch wieder verstärkt in den öffentlichen Raum zu gehen.

der ältere Herr: Aber es ist doch egal, von wem die Kunst bei uns! Kunst ist doch einfach Kunst!

meine Antwort: Nein. Es ist nicht egal von wem die Kunst im öffentlichen Raum ist. Beide Geschlechter sollten mit Kunst im öffentlichen Raum vertreten sein. Das ist so wie bei den Posten und Gehältern: beide Geschlechter sollten zu gleichen Anteilen Chef sein und bei gleicher Arbeitsleistung gleich viele Euros auf ihrem Konto haben.

der ältere Herr: Aber sie können doch Kunst nicht mit einer Firma vergleichen! Sie haben ja gar keine Ahnung!

meine Antwort: Doch. Man kann die anteilige Präsenz der Geschlechter in der Wirtschaft oder im Kunstbetrieb durchaus vergleichen. Auf Wiedersehen.

 

eine ältere Dame: Das war mir zu viel Anregung. Aber die Brücken und wie sie die Gedanken verknüpft haben, das fand icht gut. Aber das war mir zu viel Anregung!

 

noch eine ältere Dame: Den Bauarbeiter sehe ich mir mal persönlich an!

meine Antwort: Aber unbedingt!

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 18. September 2017

Zum Blogbeitrag Qual der Wahl trafen in 24 Stunden über 100 E-Mails bei mir ein. Viele meinten, mein Problem sei nachvollziehbar, aber die Tierschutzpartei sei nun auch nicht die Lösung. Besser wäre es dann, nicht wählen zu gehen oder den Wahlzettel ungültig zu machen. Einige meinten, Wahlentscheidungen sollten geheim gehalten bleiben, denn schließlich ist es ja eine geheime Wahl. Aus Rostock kamen drei E-Mails die meinten, man müsse unbedingt AfD wählen. Aus Bayern kam eine E-Mail, in der stand, dass die Tierschutzpartei verboten gehört (wurde aber nicht begründet). Aus Brandenburg kam die Meinung, dass jetzt nun mal Die Linke die beste Partei überhaupt sei und dass die DDR das beste Land der Welt war.  

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 17 September 2017

unbekannt: In Deutschland darf man den Hauskatzen doch keine lebenden Mäuse verfüttern! Aber die Idee ist gut.

Auszug aus meiner Antwort per E-Mail (...) "Verfüttern" ist nicht definiert. Ausserdem findet sich im Tierschutzgesetz dazu (private Katzenhaltung) nichts. In Zoos und Laboren müssen Mäuse vor dem Gebrauch (z.B. dem Verfüttern an Schlangen oder der Sezierung durch Studenten) vorher laut Tierschutzgesetz im Gas getötet werden. Das dauert eine Weile, sie wollen entkommen (springen dabei im Behälter und bluten aus der Nase) und sterben sichtbar qualvoll. Beim Biss einer Katze ist die Maus sofort tot.  

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 24. April 2017

aus Hamburg: Was schwimmt eigentlich da auf dem ersten Foto?

Auszug aus meiner Antwort per E-Mail (...) Mein Hund. Er schwimmt eigentlich nicht, sondern steht auf einer Sandbank in der Ostsee. Ausser ihm war an diesem Tag kein Hund im Wasser zu sehen. Es war der 23. Dezember 2016.

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 20. April 2017

aus (...) das Foto mit dem Wellblechzäunen sieht ja aus wie von in der Dritten Welt oder Kalkutta und Brasilien. Da sind doch keine Schrebergärten hinter. Das können Sie nicht behaupten, da wohnen doch Fidschis (...)

Auszug aus meiner Antwort per E-Mail (...) In Bützow an der Warnow gelegen. Im Garten hinter den Wellblechzäunen, in dem wir zufällig verhandelten, gab es ein Gartenhaus, einen Schuppen, ein Boot, Fahrräder, einen Weg, eine Wiese und blühende rote und gelbe Tulpen.

aus (...) Fidschis stecken auch Tulpen, das hab' ich selbst gesehen.

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 20. April 2017

aus Rostock: Kann man den Bestattungswald auch mit Rollstuhl befahren? Das wäre ein wichtiges Kriterium für die Wahl meiner Grabstätte.

Auszug aus meiner Antwort per E-Mail (...)  Soweit ich das beurteilen kann, wohl nicht zu allen Bäumen. Viele liegen aber auch an kleinen, vielleicht befahrbaren Wegen. Sie können das aber bestimmt dort telefonisch erfragen.

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 29. März 2017

aus Schwerin:  Den Tag mit dem Frosthub habe ich mit großem Interesse gelesen. Vielleicht sehen wir uns ja mal in Schwerin. Ich kenne mich auch mit Steinen aus.

Auszug aus meiner Antwort per E-Mail (...) Ganz herzlichen Dank für die netten Worte. Ich kenne mich aber nicht explizit mit Steinen aus. Nur ein bischen - und was ich nicht weiß, mich aber interessiert, lese ich nach und schreibe es dann in eigenen Worten in den Blog. Falls Sie in Zukunft Fehler oder Ungenauigkeiten zu geologischen Themen entdecken sollten, so würde ich mich freuen, passend korrigiert zu werden.

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 29. März 2017

unbekannt? Die Männer in orange sind doch die Straßenreinigung. Ist doch klar, dass die da vor der Kaufhalle mal frühstücken. Haben Sie nichts Besseres zu schreiben? Zum Beispiel von den vielen Flüchtlingen, die jetzt überall rumstehen. Aber dies Jahr gehe ich wählen!

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 28. März 2017

aus Rostock   Gut, dass Sie selbst ursprünglich nicht aus Mecklenburg sind. So bringen Sie einen scharfen und offenen Blick für die Verhältnisse im Land mit. Und dann haben Sie ja auch jemanden zur Seite, bei dem Sie sich informieren können. Ich lese gerne mehr und weiter. Ihr G.G. (92 Jahre)

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 26. März 2017

von der Küste   Sie sollten endlich selbst mal auf Hering gehen! Aber ich freue mich jeden Tag auf Ihre neuen Zeilen.

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 26. März 2017

aus Wismar  Den Mecklenburger Mann möchte ich sehen, der seine Fischbrötchen mit Möwen teilt. Den gibt es nicht! Und das Schild kenne ich auch! Das ist sehr sinnvoll, denn sonst werden die Möwen zu Piranhas!!!!!!

Auszug aus meiner Antwort per E-Mail   (...) Sie haben natürlich völlig recht. Nicht der Mann, sondern ich habe mein Fischbrötchen mit zwei Möwen (und dem Mann) geteilt. Ich habe das Schild zu spät gesehen, aber jetzt weiß ich Bescheid.

 

zum Mecklenburg-Tagebuch: 25. März 2017

aus dem Heim   Seit einem Unfall komme ich aus diesem Heim nicht mehr raus. Es freut mich so sehr, dass ich mitlesen kann, wie es in meiner alten Heimat aussieht und was sich dort alles tut und wie es Ihnen ergeht und was Sie wahrnehmen. Mein Zimmernachbar ist blind und wenn ich ihm aus Ihrem Blog vorlese, dann fühlen wir uns beide gut dabei. Vielleicht kommen Sie uns bei Gelegenheit besuchen, es wäre eine große Freude. Herzliche Grüße aus Rostock.

 

zu Kobe 1995 - Erdbebenstaub: 17. Januar 2017

aus Japan   Dear Ruth, when will you have finished your book about the earthquake in Kobe? I am waiting for it.

 

zu TEXTRAUM: 15. Januar 2017

Fotos?   Mehr Fotos aus Mecklenburg wären schön auf deiner Seite.

 

zu OSTMANN: 14. April 2016

Grüße und Fragen   Die Lesung war wirklich spannend aber ich habe keinen Platz mehr bekommen und konnte deshalb leider keine Fragen stellen. Ich bin der mit dem Bild und mein Lieblingsgedicht ist "Penistier". **

 

zu OSTMANN: 13. April 2016

Kluges Nachwort   Seit dem Böhmermann-Schmähgedicht verstehe ich den Schluss des Nachworts in OSTMANN. Ich hatte mich im März total gewundert, warum im Nachwort steht, dass man für politische Gedichte "wieder" in Lebensgefahr kommen kann. Und ein paar Wochen später ist das jetzt hier in Deutschland bei uns ein mediales Thema geworden.

 

zu KOMA: 18. Februar 2016

Extrem in allem   Nach OSTMANN habe ich nun diesen Gedichtband von Ruth Thomsen verschlungen. Ein extremes Buch in jeder Hinsicht. Extrem schön die Sprache, extrem traurig der Inhalt, extrem groß die Wut der Autorin, extrem ehrlich ist sie gegenüber dem Themenkreis "Koma und Sterbehilfe". Wahrscheinlich ist das kleine Bändchen weltweit eine Neuigkeit. Mir ist nicht bekannt, dass es hierzu Gedichte - noch dazu in dieser gewaltig tragikkomischen Dimension - irgendwo schon gäbe. Unbedingt lesen! Unvergesslich.

 

zu OSTMANN: 2. Februar 2016

So schöne moderne Lyrik!   Heut habe ich druckfrisch diesen Gedichtband erhalten und sofort gebannt durchgelesen. Wie schön diese Liebesgedichte sind. Für Männer gibt es ja so wenige davon und Ruth Thomsen ist ein wirklicher Stimmungsband gelungen. Man(n) möchte sich mit der Geliebten in das nächste Rübenfeld stürzen. Auch das Nachwort ist interessant. Offenbar gab es für die Autorin bittere berufliche Enttäuschungen, als sie nach Ostdeutschland kam. Und dann, irgendwann, hat sie sich in Mecklenburg verliebt. Ich freue mich auf mehr von dieser Autorin! Hoffentlich schreibt sie weiter. Es sieht so aus, wenn man die Homepage besucht.

 

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Informationen von Textraum:

*Wir erlauben uns bei Bedarf, Kommentare sinngerecht zu kürzen und die Rechtschreibung an ungefähre Normen anzupassen. Japanische Nachrichten werden auf Englisch oder Deutsch übersetzt.

**Der offizielle Titel des Gedichts lautet: "du bist ein".

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